Zusätzlich gibt es noch einige Besonderheiten bei den Modalverben.

I) Should => sollen
Nach Verben wie to agree, to insist, to propose, to recommend, to request, to suggest wie auch nach Adjektiven wie better, essential, important, necessary steht of should, sollen. Dies ist naheliegend, denn diese Verben oder Adjektive lassen ja erkennen, dass es zu einer Handlung eine Alternative gibt, wer etwas vorschlägt, kann nur hoffen, dass die anderen seine Meinung teilen, dass auch sie ein bestimmtes Handeln in einer bestimmten Situation angebracht finden, aus moralischen Gründen oder weil es zielführend ist, erzwingen jedoch kann er es nicht.
The doctor suggested that I should start working out a bit more.
Everybody agreed that education should be offered to every child.
II) Can und Verben der Sinneswahrnehmung
Es gibt Verben, die nur in exotischen Ausnahmefällen in der Verlaufsformen stehen. Hierzu gehören alle Verben, die Emotionen, Wahrnehmungen oder Zustände beschreiben. Das ist einigermaßen logisch. Man hört, sieht und riecht eigentlich immer, diese Tätigkeiten können also gar nicht als sich im Vollzug befindlich beschrieben werden, weil sie das immer sind. Tauchen diese Verben doch in der continuous form auf, dann ändert sich der Sinn.
It looks impossible! <=> Das ist unwahrscheinlich.
I'm looking at that strange man. <=> Ich starre diesen seltsamen Mann an.
Will man diese Verben nun doch als sich im Vollzug befindlich beschreiben, dann ist muss man mit can konstruieren.
We know what's for dinner; we can smell the grilled steaks.
III) Might als Ausdruck von Unwillen
Die sonst so sehr höfliche Form might kann auch verwendet werden, um Unwillen auszudrücken. Dass es nicht höflich gemeint ist, ist dann vor allem am Tonfall zu spüren.
You might have asked first before you took my keys and left with my car.
He might have been a bit more polite, if you ask me.