Nach einigen Verben muss ein Gerundium folgen, sofern man eine Tätigkeit beschreiben möchte. Eine Ergänzung mit einem Infinitiv ist dann nicht möglich. Das Gerundium übernimmt dann die Funktion des Objektes.

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Verben, die ein Gerundium nach sich ziehen mit den entsprechenden Bedeutungen. In anderer Bedeutung kann eine Infinitivkonstruktion möglich sein. Dazu jedoch später mehr.

Verben und Verbverbindungen, die Gerundien erzwingen
to admit zugeben
to advise beraten
to allow erlauben
to apologise sich entschuldigen
to appreciate anerkennen
to avoid vermeiden
can't help * nicht helfen können
can't stand nicht ausstehen können
to delay verzögern
to deny ** abstreiten, verweigern
to detest verabscheuen
to dislike nicht mögen, ungern tun
to enjoy genießen
to escape fliehen, flüchten
to excuse ** entschuldigen
to fancy im Imperativ: Stell dir vor!, sonst: mögen
to feel like Lust haben (auf)
to finish beenden
to forgive ** vergeben
to have done fertig sein
to give up aufgeben
to go on weitermachen
to imagine sich vorstellen
to mention etwas erwähnen, sagen
to mind etwas dagegen haben
to miss versäumen, vermissen
to pardon ** entschuldigen, verzeihen
to postpone verschieben (nach hinten)
to practise üben
to prevent verhindern
to recall sich erinnern
to resent ** übelnehmen
to risk riskieren, wagen
to stop aufhören
to suggest vorschlagen
to understand verstehen

* can't help ist nicht zu verwechseln mit can't help but aus dem Kapitel 26.3.3.
** bei diesen Verben wird eher das Präsensgerundium verwendet, selbst wenn der Satz in der Vergangenheit steht.

WICHTIG: Bei Verben, die zwingend mit einer Präposition gebraucht werden (siehe dazu Kapitel 31.2), ist immer ein Gerundium als verbale Ergänzung zu verwenden. Eine Infinitivkonstruktion ist bei solchen Verben nicht möglich.